Wie entsteht eine Metallbauarbeit?

Wir werden entweder von einem privaten Bauherren oder einem Architekten kontaktiert.
Im Falle des Architekten hat dieser meistens bereits konkrete Vorstellungen und auch schon Pläne.
In diesem Stadium können wir ihm hinsichtlich technischer Details und Machbarkeit helfen.

Der private Bauherr hat oft nur eine vage Vorstellung von seinem Bauvorhaben. So klären wir gemeinsam mit ihm seine Bedürfnisse ab und besichtigen die Örtlichkeiten.

In beiden Fällen folgt anschliessend eine Offerte. Beim Architekten weisen wir auf mögliche Mängel hin und können ihm Verbesserungsvorschläge unterbreiten. Der private Bauherr erhält mit der Offerte eine Skizze mit einer ersten architektonischen Idee.

Die Angebote werden überprüft und es werden beidseitig Verbesserungen, Anpassungen und Korrekturen vorgenommen.

Nach erfolgreichen Verhandlungen kommt ein Vertrag zustande. Mit dem Architekten ein Werkvertrag, mit dem privaten Bauherr ein Auftrag.

Jetzt werden bei uns mit Hilfe von CAD die Detailpläne gezeichnet.

Nach der Genehmigung der Konstruktionspläne durch den Bauherr oder Architekten beginnen die Arbeitsvorbereitungen. Dazu gehört das Bestellen sämtlicher Rohmaterialien wie Glas, Stahl, Alu etc.
Vor dem endgültigen Zusammenbau wird noch die Oberflächenbehandlung ausgeführt. Bei Stahl ist hier die Vorbehandlung das Wesentliche. Sie soll den Stahl absolut zuverlässig vor dem Rosten schützen.
Bei Alu eignet sich hauptsächlich Chromatieren als Haftgrund und Einbrennlackieren oder Pulverbeschichten als Farbbeschichtung. Nur noch selten aber immer noch die robusteste Behandlung ist eloxieren.

Die behandelten Teile werden danach, wenn nötig, noch zusammengebaut und für den Transport zur Baustelle vorbereitet.

Am endgültigen Bestimmungsort wird das Bauteil befestigt, meist durch Schrauben, Einbetonieren oder auch Kleben.

Nach einer internen Schlusskontrolle folgt die endgültige Bauabnahme durch den Bauherr oder den Architekten.

Kleine Materialkunde von R&G
Von Stahl, Aluminium, Glas und anderem

  • Bei Stahl und Aluminium gibt es im Wesentlichen Stabmaterial und Blech.
  • Stabmaterial beziehen wir bei R&G als Rohmaterial und bearbeiten es selber.
  • Die angelieferten Stahlprofile werden in der Regel auf der Kreissäge zugeschnitten, anschliessend werden die Löcher gebohrt oder gestanzt, Klinkungen oder Fräsungen gemacht und zum Schluss die Teile zusammengebaut.
  • Im Serienbereich werden anstelle von Stahlprofilen immer öfters Bleche verwendet. Oft ist es preisgünstiger, ein Blech mit dem Stanzautomat zu lochen (10 – 20 Löcher pro Sekunde) und danach zu biegen, als ein Profil von Hand zu bohren.
  • Beim Zusammenbau der Stahlteile gilt: Vor der Oberflächenbehandlung schweissen und löten. Nach der Oberflächenbehandlung schrauben, nieten, schiessen und zunehmend auch kleben.
  • Bei Türen und Fenster sind die Verbindungselemente heute meist aus Aluminium. Sie werden vorwiegend geklebt. Alluminiumkonstruktionen werden ähnlich wie Stahl vor der Oberflächenbehandlung geschweisst und nach der Oberflächenbehandlung geschraubt, genietet und geklebt.
  • Bleche produzieren wir bei R&G nicht selber.
  • Die Blechbearbeitung ist in den Bearbeitungscentern mit Stanzautomaten, Laserschneidern, Plasmaschneidern und gesteuerten Pressen sehr weit automatisiert. Wir lassen unseren Blechbedarf bei den jeweiligen Spezialisten produzieren; es gibt es sehr viele und gute Spezialisten.
  • Glas bearbeiten wir nicht selber. Wir bestellen es konfektioniert, nach Mass oder unter Beilage einer Zeichnung, und setzen es in die Konstruktionen ein.
  • Neben den Hauptmaterialien Stahl, Aluminium, Glas setzen wir bei R&G unzählige weitere Materialien ein:
    - Diverse Isolationen wie Steinwolle, Glaswolle, Polystürol
    - Diverse Dichtungen wie Bürsten, Gummiprofile, Dampfsperren, Wasserfolien
    - Klebe- und Dichtmassen wie Silikon, Hybrid, Butyl
    - Diverseste mechanische Teile wie Schlösser, Beschläge, Kugellager

Zur Oberflächenbehandlung

  • Feuerverzinken ist die günstigste und beste Möglichkeit, Stahl vor dem Rosten (Oxidation) zu schützen. Es ist aber nicht mit allen Konstruktionen möglich. Feuerverzinkte Teile können nachträglich auch noch farbbehandelt werden.
  • Sandstrahlen erlaubt es, Oberflächen zu reinigen und zu vergrösseren. «Vergrössern» bedeutet, dass die Oberfläche aufgeraut und so für die nachfolgende Beschichtung eine optimale Haftung erreicht wird.
  • Zinkstaubgrundieren ist heute eine einfache und wirksame Rostschutzgrundierung für den Stahl. Der galvanische Schutz des Zinkes verhindert ein Unterwandern der Farbe (Stahl rostet unter der Farbe durch und die Farbe blättert dann ab). Grundierungen müssen nachfolgend mit einer deckenden Farbe behandelt werden.
  • Spritzverzinken ist ebenfalls eine sehr gute Rostschutzgrundierung, jedoch teurer als eine Zinkstaubgrundierung. Beim Spritzverzinken wird ein Zinkdraht mit Vorschub abgeschmolzen, und in flüssiger Form mit Druckluft auf das Werkstück geblasen.
  • Einbrennlackieren heisst, eine Farbe mittels Spritzpistole aufbringen und nachträglich im Ofen austrocknen. Pulverbeschichten ist ein Verfahren, bei dem ein statisch geladenes Pulver auf das Werkstück gesprüht wird. Durch die statische Ladung wird das Pulver durch das Werkstück angezogen. Nachträglich wird das Werkstück in einem Ofen erhitzt. Dabei vernetzt sich das Pulver zu einem geschlossenen harten Lack.
  • Pulverbeschichtung ist härter als Einbrennlackierung, kann aber bei einem Schaden nicht so einfach ausgebessert werden.
  • Im dekorativen Bereich nimmt Chromstahl einen immer grösseren Stellenwert ein. Beim Chromstahl besteht die Oberflächenbehandlung sehr oft aus Schleifen. Dabei gibt man der Oberfläche eine regelmässige Schleifstruktur. Diese Regelmässigkeit kann je nach Konstruktionen sehr anspruchsvoll sein.