Wie entsteht eine Schlosserarbeit?

Schlosserarbeiten, welche R&G Metallbau ausführt, sind einerseits Geländer, Treppen, Pergola, Möbel, Vordächer Fenstergitter und anderseits Sonderkonstruktionen jeglicher Art. Schlosserarbeiten werden mehrheitlich aus Stahl, teils auch in Chromstahl, ausgeführt. Verarbeitet werden handelsübliche Profile, sogenannter Stabstahl.

Eine Schlosserarbeit beginnt im Normalfall mit der Anfrage eines Architekten oder einer Privatperson. In dieser Phase können wir dank langjähriger Erfahrung eine umfangreiche Beratung hinsichtlich Material, Konstruktion, Machbarkeit etc. bieten. Anhand der vorliegenden Skizzen oder auch schon Pläne rechnen wir dann eine Offerte.

Nach erfolgreicher Annahmen der Offerte kommt ein Vertrag beziehungsweise Auftrag zustande.

Jetzt werden von uns, die Ausführungspläne mit CAD gezeichnet. Nach weiteren Rücksprachen mit dem Auftraggeber und der endgültigen Genehmigung der Pläne muss das benötigte Material bestellt werden.

Die gelieferten Teile werden bei uns in der Werkstatt vorgerichtet und verschweisst, gebohrt, geklebt oder verschraubt. Die anschliessende Oberflächenbehandlung wird extern ausgeführt. Normalerweise ist dies Feuerverzinkt, Duplexieren, Einbrennlackieren oder Pulverbeschichten.

Die fertigen Teile werden teilweise in der Werkstatt vormontiert und, danach von uns fachgerecht auf der Baustelle montiert.

Nach einer internen Schlusskontrolle folgt die endgültige Bauabnahme durch den Bauherr oder den Architekten.

Kleine Materialkunde von R&G
Von Stahl, Glas und anderem

  • Bei Stahl gibt es im Wesentlichen Stabmaterial und Blech.
  • Stabmaterial beziehen wir bei R&G als Rohmaterial und bearbeiten es selber.
  • Die angelieferten Stahlprofile werden in der Regel auf der Kreissäge zugeschnitten, anschliessend werden die Löcher gebohrt oder gestanzt, Klinkungen oder Fräsungen gemacht und zum Schluss die Teile zusammengebaut.
  • Im Serienbereich werden anstelle von Stahlprofilen immer öfters Bleche verwendet. Oft ist es preisgünstiger, ein Blech mit dem Stanzautomat zu lochen (10 – 20 Löcher pro Sekunde) und danach zu biegen, als ein Profil von Hand zu bohren.
  • Beim Zusammenbau der Stahlteile gilt: Vor der Oberflächenbehandlung schweissen und löten. Nach der Oberflächenbehandlung schrauben, nieten, schiessen und zunehmend auch kleben.
  • Bleche produzieren wir bei R&G nicht selber.
  • Die Blechbearbeitung ist in den Bearbeitungscentern mit Stanzautomaten, Laserschneidern, Plasmaschneidern und gesteuerten Pressen sehr weit automatisiert. Wir lassen unseren Blechbedarf bei den jeweiligen Spezialisten produzieren; es gibt es sehr viele und gute Spezialisten.
  • Glas bearbeiten wir nicht selber. Wir bestellen es konfektioniert, nach Mass oder unter Beilage einer Zeichnung, und setzen es in die Konstruktionen ein.

Zur Oberflächenbehandlung

  • Feuerverzinken ist die günstigste und beste Möglichkeit, Stahl vor dem Rosten (Oxidation) zu schützen. Es ist aber nicht mit allen Konstruktionen möglich. Feuerverzinkte Teile können nachträglich auch noch farbbehandelt werden.
  • Sandstrahlen erlaubt es, Oberflächen zu reinigen und zu vergrösseren. «Vergrössern» bedeutet, dass die Oberfläche aufgeraut und so für die nachfolgende Beschichtung eine optimale Haftung erreicht wird.
  • Zinkstaubgrundieren ist heute eine einfache und wirksame Rostschutzgrundierung für den Stahl. Der galvanische Schutz des Zinkes verhindert ein Unterwandern der Farbe (Stahl rostet unter der Farbe durch und die Farbe blättert dann ab). Grundierungen müssen nachfolgend mit einer deckenden Farbe behandelt werden.
  • Spritzverzinken ist ebenfalls eine sehr gute Rostschutzgrundierung, jedoch teurer als eine Zinkstaubgrundierung. Beim Spritzverzinken wird ein Zinkdraht mit Vorschub abgeschmolzen, und in flüssiger Form mit Druckluft auf das Werkstück geblasen.
  • Einbrennlackieren heisst, eine Farbe mittels Spritzpistole aufbringen und nachträglich im Ofen austrocknen. Pulverbeschichten ist ein Verfahren, bei dem ein statisch geladenes Pulver auf das Werkstück gesprüht wird. Durch die statische Ladung wird das Pulver durch das Werkstück angezogen. Nachträglich wird das Werkstück in einem Ofen erhitzt. Dabei vernetzt sich das Pulver zu einem geschlossenen harten Lack.
  • Pulverbeschichtung ist härter als Einbrennlackierung, kann aber bei einem Schaden nicht so einfach ausgebessert werden.
  • Im dekorativen Bereich nimmt Chromstahl einen immer grösseren Stellenwert ein. Beim Chromstahl besteht die Oberflächenbehandlung sehr oft aus Schleifen. Dabei gibt man der Oberfläche eine regelmässige Schleifstruktur. Diese Regelmässigkeit kann je nach Konstruktionen sehr anspruchsvoll sein.